Barbara Schmidt

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aus dem Katalog zur Ausstellung "Augenlicht - Junge Kunst aus der Kunstakademie Düsseldorf", 
Hans-Jürgen  Hafner, Leiter des Kunstvereins für die Rheinlande und Westfalen, Düsseldorf, September 2012:


"Haben wir es einerseits gelernt, dem Versprechen der Fotografie als objektiver Aufzeichnungsapparatur zu misstrauen, erscheinen uns mithilfe der Foto- oder Filmkamera hergestellte Bilder dennoch nach wie vor ungleich plausibler als diejenigen, die auf Basis anderer Bildmedien entstehen. Daher rührt der besondere Reiz, mit den Mitteln der Fotografie immer noch imaginäre Welten zu erfinden, mit ihr geradezu mutwillig Illusionen herzustellen. Das machte die Kamera nicht zuletzt für die fotografischen Experimente des Surrealismus interessant, wo es genau nicht um die kennerschaftlich-professionelle Technikbeherrschung im Sinne handwerklich gut gemachter Fotografien, sondern ums spielerisch forschende Ausloten technischer Potentiale gerade auch gegen die Gebrauchsanweisung ging. 

Barbara Schmidts fotografische Inszenierungen verführen als frappierend plausibel daherkommende Bildszenarien, die imaginäre Landschaften entwerfen und uns damit in eine fantastische Welt exotischer Elemente und verschobener Dimensionen entführen. 
Schmidt genügen wenige Zutaten, beispielsweise etwas Sand und Wasser sowie Pflanzen- und Insektenteile, um derart märchenhafte Schauplätze wie diejenigen ihrer "Ripa"-Serie herzustellen. 

Vielleicht noch spannender sind ihre unbetitelten fotografischen Blicke durch Gräser, Laubwerk und Geäst, die ihre Dynamik aus dem gewählten Fokus, dem Wechselspiel zwischen Detail und Ganzem, mithin zwischen Nah und Fern bzw. fotografischer Schärfe und Unschärfe beziehen. Hier dient die Fotografie weniger als bloßes Medium, als dass sich die Kameraapparatur selbst in den Vordergrund rückt. Die vordergründig erzählerische Dimension der Bilder profitiert dann nämlich zusätzlich von der strukturellen Einbeziehung der Bildtechnik als inhaltlicher Ebene."


aus: "Aktuelle Kunst -Tief im Westen"
Magdalena Kröner, FAZ, 22.02.2010:

"...Doch auch der Weg nach Castrop-Rauxel lohnt sich, nämlich zur Gruppenausstellung „Welten schaffen“ in der Galerie Schwenk. Hier fallen besonders die so filigranen wie phantastischen Welten der 1982 geborenen Barbara Schmidt auf, die in Düsseldorf bei Christopher Williams studiert: Aus in der Natur gefundenen Elementen setzt sie en miniature Landschaften und Märchenwälder zusammen und fotografiert diese dann. ..."  




zu den Kunstpunkten -offene Ateliers in Düsseldorf 
Klaus Sebastian, RP ONLINE, 17.08.2012:

"Die junge Fotokünstlerin Barbara Schmidt (29) nimmt zum ersten Mal an den Kunstpunkten teil und freut sich auf Besucher. Im offenen Atelier an der Witzelstraße 19 wird die Akademie- Absolventin ihre neuesten Fotografien präsentieren. Schmidt inszeniert die Bildwelten, die man später auf den Fotos sieht, mit akribischer Sorgfalt. Kuriose Fundstücke aus der Natur, Schmetterlingsflügel oder Emu-Federn kombiniert sie zu surreal anmutenden Bildern. Was erwartet sie von den Kunstpunkten? "Viele interessierte Besucher natürlich. Womöglich sogar den einen oder anderen Käufer. Und – es wäre schön, wenn mir Besucher präparierte Insekten mitbringen könnten", erzählt sie. Neuer Stoff für neue Arbeiten. ..."




zur Ausstellung "Augenlicht- Junge Kunst aus der Kunstakademie Düsseldorf" 
Holger Londahl, RP ONLINE, 21.09.2012:

"...Die Foto-Arbeiten von Barbara Schmidt etwa seien ihnen aufgefallen, weil sie einen poetischen Blick der jungen Künstlerin bewiesen. Die etwa 70 mal 70 Zentimeter großen Makro-Aufnahmen zeigen fotografische Blicke durch Gräser, Laubwerk und Geäst, "als ob die Kamera in die Pflanzen hineinzukriechen versucht", so Hartweg. ..."

"...Schmidts imaginäre Landschaften hingegen verführen in eine fantastische Welt, der sich kaum ein Ausstellungsbesucher entziehen könne. ..."

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